19.3.2026 (ca)
Im Rahmen unserer Berichterstattung „Nachlese „4. Symposium Natur in der Stadt – Lebensräume vom Menschen geschaffen“ (s. untenstehende Aktuelle Meldung vom 9.3.2026) hatten wir vom Vortrag von Tatjana Bodmer, Projektleiterin beim Wasserwirtschaftsamt Donauwörth (WWA), zur Renaturierung des Lechs berichtet. Detaillierte und weitergehende Informationen bietet nun der WWA-Newsletter 1/2026, hier kann man erfahren:
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● Abschnitt I: Staustufe 23 bis Hochablass
Nächste Schritte im Planfeststellungsverfahren: Wie bereits im letzten Newsletter geschildert, läuft seit November 2025 das Planfeststellungsverfahren zum Planungsabschnitt I des Projekts Licca liber. Im weiteren Fortgang des Verfahrens werden nun die eingegangenen Stellungnahmen sorgfältig geprüft und ausgewertet. Ein Erörterungstermin, in dem die vorgebrachten Anregungen und Einwendungen gemeinsam besprochen werden, wird im April stattfinden. Die Leitung des Verfahrens obliegt als Planfeststellungsbehörde der Unteren Wasserrechtsbehörde der Stadt Augsburg. Die eingereichten Unterlagen stehen Ihnen weiterhin jederzeit auf unserer Internetseite (siehe https://www.wwa-don.bayern.de/projekte/licca_liber/aktuelles/doc/einreichungsunterlagen.pdf) zur Verfügung.
● Vorgezogene Maßnahmen für Licca liber I
Parallel zum Planfeststellungsverfahren laufen bereits viele Maßnahmen, die der Vorbereitung von Licca liber I und der erfolgreichen Umsetzung dienen. Ein sehr umfangreiches Arbeitsfeld ist das Monitoring-Netz, das für Licca liber I angelegt wird. Hierfür werden neue Messstellen errichtet, aber auch vorhandene Messstellen genutzt. In die Grundwassermessstellen werden Datensammler, die den Grundwasserstand laufend aufzeichnen, eingehängt. Neun Stück werden demnächst in vorhandene Messstellen des städtischen Tiefbauamts integriert. Nördlich von Mering wurde Anfang März bereits eine neue Grundwassermessstelle gebohrt. Auch naturschutzfachliche Maßnahmen, die dem Projekt Licca liber I dienen, sind schon in Abstimmung und Planung. Beispielsweise sind die Vorbereitungen für die Errichtung von Fledermausersatzhabitaten im vollen Gange. Damit der Ausbau des Lechs Höhe des Flusskilometers 50 umgesetzt werden kann, ist es notwendig, bestehende Strommasten zu verlegen. Hier läuft bereits die Planung der zukünftigen Trassenführung.
● Abschnitt II: Hochablass bis Wertachmündung
Aufgrund der bestehenden Eintiefungen im Lech ist im Abschnitt II zwischen Hochablass und Wertachmündung dringender Handlungsbedarf gegeben. Daher wird in einem ersten Schritt der Bau einer Rampe unterhalb der Ulrichsbrücke weiterverfolgt. Diese soll im innerstädtisch liegenden, engen Lechbett die Sohle aufhöhen und stabilisieren. Die Planung hierfür wurde letztes Jahr ausgeschrieben und angegangen. Die Ergebnisse wurden nun im Rahmen einer Arbeitsgruppe vorgestellt, gemeinsam diskutiert und optimiert.
● Abschnitt III: Wertachmündung bis Einmündung Lechkanal
An der Musterstrecke bewegt sich etwas: die seit der Umsetzung abgelaufenen höheren Wasserstände im Lechmutterbett zeigen Spuren an der Musterstrecke. Das Wasser hat sich in das Ufer hineingearbeitet, die aufliegenden Schichten rutschen nach. Hinweisschilder weisen nun vor Ort auf die Gefahren hin. Bitte seien Sie vorsichtig, es handelt sich um einen naturnahen, sich dynamisch entwickelnden Gewässerabschnitt.
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