7.1.2026 (ca)
Der Konflikt von Wasserkraft und Flussökologie ist hinreichend bekannt. Die Rückbesinnung auf eine kleinformatige Wassernutzung wäre hier hilfreich. In ihrem Beitrag „Dieses Mini-Kraftwerk im Lech arbeitet im Verborgenen“ berichtete die Augsburger Allgemeine Zeitung vor kurzem (27.12.2025, Ausgabe-Nr. 300, S. 33) wie folgt:
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„Die Lechwerke beliefern ein weites Gebiet mit elektrischem Strom. Sie erzeugen möglichst viel davon umweltfreundlich selbst, und zwar in 36 Wasserkraftwerken an Lech, Wertach, Iller, Günz und Donau. In einer Grafik, die die Standorte der LEW-Kraftwerke zeigt, ist ein Kleinwasserkraftwerk im Lechwehr in Höhe des Augsburger Müllbergs (Flusskilometer 37,3) eingezeichnet. Es arbeitet im Verborgenen. Seit nunmehr 30 Jahren ist es an der Ostseite in das Lechwehr integriert. Nur Insidern ist es bekannt. Sichtbar ist nämlich nur der Wasserauslauf, der sich mit dem Wasser der Fischtreppe vereint. Den Strom erzeugt ein Tauchgenerator. Eine Kaplan-Turbine mit einem Laufrad mit 70 Zentimeter Durchmesser treibt ihn an. Die Turbine mit vier Schaufeln ist unreguliert. 1500 Liter Lechwasser pro Sekunde bringen sie zum Rotieren. Die Fallhöhe von vier Metern und die Wassermenge reichen für eine Stromerzeugung von 40 Kilowatt. Das ist im Verhältnis zur Leistung der Wasser-Großkraftwerke der Lechwerke wenig. Die Investition in ein Mini-Kraftwerk ist jedoch nachhaltig. Die fernüberwachte kleine Turbine ist seit 30 Jahren in Betrieb. Die vom angekoppelten Generator erzeugte Strommenge entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 170 Durchschnittshaushalten. […] Weitere 500 Liter plätschern über die Hindernisse in der Fischtreppe. Die Fische können gegen die Strömung über 20 kleine Staubecken vier Meter aufsteigen. Bis zu 125.000 Liter pro Sekunde dürfen am Wehr vom Lech in den Kraftwerkskanal abgeleitet werden. […]“
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https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/dieses-mini-wasserkraftwerk-im-augsburger-lech-arbeitet-im-verborgenen-113033997